Verein

Vorstand Lothar Rafalski
Schriftführerin Ricarda Blank
Kassenwart Elisabeth Stephan
Kassenprüferin Ursula Anneser
Beisitzer

Ruth Moch

Dagmar Laimgruber

Manfred Gleixner

Manfred Schwedler

Moritz Gruber


Historie

1853 wurde in München die Gesellschaft "Jung München" gegründet. Dazu gehörten der junge Wilhelm Diez, der Vereinspoet Otto Stoeger, der Komponist Krempelsetzer, der Humorist Wilhelm Busch (seine ersten Karikaturen sind heute noch im Archiv der Geselligen). Weitere Mitglieder waren: Heinrich Lossow, Wilhelm Rögge, Kaspar Braun, und nicht zu vergessen, der Maler Moriz von Schwind, der ein Altarbild in der Münchner Frauenkirche und Fresken in der renovierten Wartburg gestaltet hat.

 

Ein Ableger von "Jung München" traf sich 1863 in der Wirtschaft Lettenbauer in der Landwehrstraße, wo man Franz von Marees, später Franz von Lenbach, Gedon und Leibl antreffen konnte. "Jung München" löste sich 1864 auf. Im Oktober 1875 hat sich die "Gesellige Vereinigung der Münchner Künstlergenossenschaft" gebildet. Die Geselligen waren bei allen wichtigen Künstlerfesten vertreten: 1879 beim "Waldfest", das 1879 am Isargelände im Großhesseloher Wald und auf der Burg Schwaneck gefeiert wurde - der Organisator war die Akademieklasse von Wilhelm Diez, beim Festzug Centenarfeier für König Ludwig II im Jahr 1888.

 

Das Fest der MKG zum 25. Jubiläum wurde zum Großteil von den Geselligen arrangiert. Beim Kellerfest im Salvatorkeller am 30. Juni 1893 war der Architekt Dülfer für die Dekoration zuständig, die Bühnengestaltung übernahm der Maler Georg Dehn.

 

Die Geselligen veranstalteten ab 1897 jährliche Redouten (Maskenbälle). Am 14.12.1902 zogen sie in die Prannerstr. 8. Die Räume wurden in der eigenen Wirtschaft feierlich eröffnet. 1905 änderten die Geselligen ihren Namen in "Gesellige Vereinigung bildender Künstler Münchens". Bedeutende Mitglieder waren: Wilhelm Diez (Genremaler), die Landschaftsmaler Hemann Baisch und Josef Wenglein, die Maler Ludwig Willroider, Karl Marr, Otto Gebler, Ferdinand Pacher, Viktor Tobler, Ludwig Bechstein, Robert Schleich, Eduard Schleich jun., Eugen von Stieler, Karl de Bouche, Ludwig von Nagel und Hans von Petersen. Ebenfalls bei den Geselligen waren die Architekten Albert Schmidt, Georg von Haubettisser und der Bildhauer Ferdinand v. Miller.

 

Im 1. Weltkrieg wurde die bisherige Lokalität aufgegeben und eigene Räume in der Gaststätte "Drei Rosen" am Rindermarkt wurden bezogen. 1926 feierte man im Künstlerhaus das 50jährige Bestehen.

 

Der 2. Weltkrieg reduzierte die Mitglieder auf eine Handvoll. Der Verein lebte trotzdem weiter. 1953 wurden im Lenbachhaus bei der Ausstellung "Franz von Lenbach und die Münchner Malerei des 19. Jahrhunderts" Graphiken aus dem Archiv der "Geselligen Vereinigung" gezeigt. 1977 konnten erstmals auch Frauen Mitglied werden. Spät aber doch! Die Mitgliederzahl stieg wieder auf 70-80 an.

 

Die "Gesellige Vereinigung bildender Künstler Münchens e.V." ist ein traditioneller Bestandteil des kulturellen Lebens in München.